Manchmal werde ich gefragt, ob ich all das “mache” um die Vorteile zu genießen die man als Frau “so hat”.
Oft weiß ich dann nicht wirklich was ich als erste Reaktion erwidern soll. Ich denke passend wäre fast immer: Ist die Frage jetzt wirklich ernst gemeint?
Gibt es Sie wirklich?
Von meiner Erfahrung bisher: Ja. Das fängt im kleinen an, z.b. wenn Kunden/Partner ins Büro kommen und man zuerst begrüßt wird. Das geht dann weiter beim Tür aufhalten von Fremden, etc.
Es ist etwas was mich nicht stört, in der Regel freue ich mich über solche Gestern, besonders wenn sie zum ersten mal passieren. Die Freude daran ist allerdings nicht einmal wegen der Geste sondern viel mehr mein Auftreten&Passing stimmig ist.
Der Gedanke dahinter ist meist etwas, was wir durch die Gesellschaft gelernt haben und ich teilweise sehr bescheuert finde. Ich habe bisher immer der Person hinter mir die Tür aufgehalten, wenn sie nicht gerade einen Kilometer weit weg war. Wieso man sowas eher für Frauen macht/machen sollte als generell für jeden bleibt mir immer ein Rätsel, das ist sicherlich eine Thematik die Tief in vielen Köpfen verankert ist.
Wo Licht ist, ist auch Schatten
Was mindestens genau so schnell kommt wie die “guten” Sachen und Komplimente sind blöde Blicke, Sprüche und Co. das kam tatsächlich sehr früh (immerhin war mein Passing dann schon gut). Und das nervt mich mindestens genauso wie das Positive.
Vorher war mir sowas nie so bewusst, da war ich eher eine Schatten Person mit dem Motto “bloß nicht auffallen und in der Masse untergehen”. Das es all das vorher schon gab wusste ich und bin auch eingeschritten wenn es notwendig war, es aber von der anderen Seite zu erleben ist nochmal eine ganz andere Schiene.
Bis sich irgendwann einmal bei solchen Sachen was ändert wird es wohl Ewigkeiten dauern, aber vielleicht erlebe ich es noch halbwegs mit.
Zu der Eingehenden Frage: Nein ich mache es nicht für die Benefits sondern weil ich so bin, ich hab es mir nicht ausgesucht.