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Die Suche nach mir

Hachja, Thema Selbstfindung. Gefühlt eine endlos lange Thematik, vielleicht aus guten Gründen. Ich denke die meisten stelle sich periodisch die Frage “Wer bin Ich?, was will ich?, wie finde ich es?, etc.”. Ich bin da keine Ausnahme, nur weil ich mittlerweile viele Fragen für mich selbst beantworten konnte.

Manche Antworten brauchen Zeit, teilweise auch Mut. Beim Mut scheitert es oft bei mir, dann schiebe ich Dinge vor mir her, weil ich Angst vor der Umsetzung habe – oft weiß man vorher, spätestens im nachhinein dass diese Angst wie immer Murks war.

Shibari und Selbstfindung, wie passt das?

Tendenziell ist Shibari eine erotische Fesselkunst, mit dem Thema selbst bin ich schon seit Jahren in Kontakt und seltener auch mal in Berührung gekommen, was wirklich intensives war bisher aber nicht der Fall. Allerdings war mir lange klar, dass mir das etwas geben könnte, etwas was ich möchte, ja vielleicht sogar brauche?

Die größte Hürde für mich war, wie bei eigentlich allem: Der Start. Bei vielen Sachen kann man sicherlich Freunde fragen, ob sie wen begleiten. Erstes Tattoo, Shoppen, Wohnungsbesichtungen, etc. Doch hierbei? Schwer, vielen ist das zu krass oder zu verrucht oder was auch immer, zumindest in meinem Fall wenn ich Leute fragte. Ich habe zwar auch Freunde die in diesen Kreisen teilweise sehr aktiv unterwegs sind, aber von denen müsste dann ja auch erstmal jemand Zeit haben.

Irgendwann im März war für mich der Punkt wo ich mir sagte “scheiß drauf, ich mach einfach” und ging zu einem Fesseltreff, als Zielgruppe die “junge Generation”. Die Überwindung war echt enorm, hätte ich vorab nicht mit der Orga geschrieben wäre das wohl auch nie passiert. Als ich am Ende zuhause war, war ich etwas überfordert mit den Eindrücken und meinen Gefühlen und es war toll.

Die Zufälle zum Ziel

In einer Gruppe suchte zu dem Zeit Punkt auch eine, wunderbare&Liebe, Frau ein Model für einen Einsteiger Workshop. Also trafen wir uns, ganz normal auf einen Kaffee zum kennen lernen, einige Tage später folgte eine art Test zwischen uns, ob das auch im Dojo noch klappt, ja tat es – der Workshop war wundervoll. 😉

Die Erfüllung in mir

Kommen wir zurück zu dem Punkt Selbstfindung, Erfüllung. Auf einen Story Beitrag bei Instagram kam öfter die Frage wie “Was findest Du daran toll?”.

Vieles. Das schönste daran, für mich persönlich, ist das abschalten können, Kontrolle abgeben und Vertrauen zu schenken. Daher bin ich auch glücklich, dass ich bei den Leuten mit welchen ich nun Erfahrungen sammeln konnte, dies so einfach abgeben konnte. Ich höre viel auf mein Bauchgefühl und dieses lässt mich fast nie im Stich. Ich hing Samstag in einigen Metern Seil, konnte mich überhaupt nicht selbst bewegen und war auf diese Person angewiesen – habe meinen Kopf abgeschaltet und die Situation so genossen wie Sie war, sicher in sich und total harmonisch.

Ich bin überaus glücklich dass ich endlich mehr und mehr Dinge umsetze, die vorher nur in meinen Gedanken&Tagträume ein Teil waren.

Und ja, machen wir uns nichts vor: mich erfüllt auch der Schmerz den ich dabei spüre, es macht mich glücklich, es lässt einen selbst spüren, teilweise intensiviert es das was man spürt&empfindet, wie eine Droge. Ich spüre genau wo das Blut durch meinen Körper rauscht, oder eben auch nicht.

Ich bin im Moment auf Wolke 7 der Glücksgefühle, wenn ich an meinen Körper runter schaue sehe ich spuren vom Wochenende und grinse und freue mich jetzt schon, dass in Zukunft hoffentlich öfter zu erleben.

Solltet ihr selbst mal dran gedachtet haben, so etwas zu probieren: Macht es, aber informiert euch! Ich habe das Gefühl, dass mein theoretisches Wissen über den Körper ein Bonus ist, besonders wenn man seinen eigenen Körper (halbwegs) kennt bringt einem das um längen weiter. Wenn Ihr euch mehr darein lesen möchtet: Schaut bei Fushicho vorbei, dort war ich am Wochenende. Die beiden, die dahinter stehen machen es aus Überzeugung und auch um es Leuten richtig beizubringen und haben super viele Informationen auf der Seite.

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