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Winter – Hassliebe?

Manches braucht Zeit

So auch dieser “aha” Moment als mir so wirklich bewusst wurde wieso ich den Winter bzw. die dunkle Jahreszeit so sehr mag, aber auch hasse.

Es hat was entspannendes wenn man sich nicht gezwungen fühlt das Haus verlassen zu müssen, alleine dadurch dass es so viel früher dunkel wird. Ich verlasse morgens das Haus im dunkeln und komme im dunkeln zurück. Ich kann es mir dann sofort gemütlich machen, inklusive Kerzen.

Die Kehrseite ist jedoch

die fehlende Sonne. Ich mag die Sonne nach wie vor nur bedingt, allerdings habe ich den letzten Jahren realisiert wie wichtig Sie doch für gute Laune und Zufriedenheit ist. Daher schätze ich jeden Sonnenstrahl den ich im Winter aufschnappen kann, macht es irgendwie besonders. Zudem fehlt mir der tägliche Zauber. Das schönste sind die Herbstfarben, wenn die Bäume in schillernde Farbe gehüllt sind und der Himmel surreale Farben zur Schau stellt.

Das schönste im Winter sind glitzernde Dächer&Böden, wenn es eine eisige Nacht war. Mit etwas Glück auch Schnee, aber der wird schneller graue Matsche ehe man Ihn genießen kann.

Dafür lerne ich viel

über mich, was ich im Leben will und brauche. Das ist das positive am “im dunkeln gehen&kommen”. Man hat Zeit, Zeit für sich und die schätze ich mittlerweile mehr als vor einigen Jahren. Ich habe positives und negatives über mich gelernt. Das wohl positivste war die Erkenntnis über mich selbst und hat auch die größte Veränderung in meinem Leben hervorgerufen. Davor hatte ich aber die schlimmsten Nächte&Tage an die ich mich erinnern kann.

Durchströmt von Ängsten, Zweifeln, Panik und jedesmal der Gedanke “Ist es die Mühe wert?”. Ich würde sagen: ja.

Durch den Winter habe ich

ein neues Leben begonnen. Die damalige Alternative wäre gewesen, den Winter (2017) als letzten Winter überhaupt zu erleben und alles zu beenden – dann wäre der Winter Schuld gewesen. Für Verlust, Leid und Schmerz. Nicht bei mir, sondern den Leuten um mich herum.

Dieses Jahr macht mich

der Winter in Summe glücklich. Ich habe meine Tiefs, kämpfe aber recht gut dagegen an. Das habe ich meiner Familie, meinen Freunden aber auch meinen Arbeitskollegen, besonders meiner Kollegin, zu verdanken. Die Wünsche nach einem raschen Ende sind fast nicht mehr existent und ich hoffe es bleibt so.

So kann es gerne bleiben. Der Winter ist immer noch ein dunkler Freund, umschlingt mich aber nicht mehr mit purer Finsternis sondern gibt mir ein leicht wohliges Gefühl.

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