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Das zerrissene Ich

 

Heute ist wieder einer dieser Tage/Abende, an denen ich mir nicht sicher bin über meine Entscheidungen und irgendwie doch.
Während meine Freundin gerade auf einem Geburtstag ist und hoffentlich Spaß hat, sitze ich auf dem Sofa, total aufgelöst und weiß nicht wohin mit mir. Eigentlich sollte ich auch dort sein, Spaß haben… Zuvor hat sich aber zu viel Kopfkino abgespielt. Zu viele Leute, Leute die ich nicht kenne, zu kleiner Raum, eine Abneigung mir gegenüber. All das und noch viel mehr macht mich wahnsinnig.

Der Selbstschutz

Beim letzten Geburtstag bin ich regelrecht durchgedreht, saß am Ende den halben Abend draußen auf dem Balkon und habe mich kaum ein bekommen. Das wollte ich dieses mal vermeiden. Wollte niemanden den Geburtstag versauen. Nicht wieder zum Gespräch aller werden. Ich hatte einfach Angst dass wieder Gesprächsthemen auf den Tisch kommen die mich triggern. Ich will auch nicht ständig allen alles erzählen/auf die Nase binden und erst recht nicht um eine Sonderbehandlung zu bitten. Also koppel ich mich einfach von so Situationen ab. Um anderen keine Last zu sein und um mich zu schützen.

Der Selbsthass

Einhergehend mit der Gewissheit, heute zumindest nicht dadurch einen kompletten Zusammenbruch zu haben, zerfrisst mich der Hass auf mich selbst. Ich hasse mich dass ich meine Freundin nicht begleiten kann, nicht mit Ihr Spaß haben kann und wir kein normales Paar sind. Ich wünsche mir so sehr, dass mich meine eigenen Ängste nicht als Gefangene halten und mich total fertig machen. Jedesmal wenn ich versuche dagegen anzukämpfen, einfach raus zu gehen und es zu machen ist es etwas mit unbekannten Ausgang.
Oft jedoch endet es damit, dass ich nur noch fertig bin und mich dafür hasse, es überhaupt zu versuchen. Mir war ja vorher eigentlich schon klar, dass es zu 95% nichts gibt…

Der nächste Versuch

Da dies nicht der letzte Geburtstag war, habe ich immerhin noch mehr Chancen in der Zukunft. Als nächstes steht mein eigener Geburtstag an, wobei ich seit dem letzten Vorfall ständig drüber grübel Ihn ausfallen zu lassen. Ich will nicht ein Opfer meiner selbst sein, bei meiner eigenen Party.

Der größte positive Aspekt ist der, dass ich dort alle Leute kenne, die Umgebung kenne und es vielleicht besser steuern kann. Daher habe ich die Hoffnung es dann in den Griff zu bekommen. Bis es soweit ist, sitze ich aber erstmal weiter hier auf dem Sofa, niedergeschlagen und entmutigt.

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