Tagtäglich komme ich in Situationen wo ich mir denke: ‘ist das jetzt weiblich genug?’ und stelle mir darauf die Frage: wer bestimmt überhaupt was weiblich ist? Geht es nach manchen, bin ich kein Stück weiblich. Ich trage oft Jeans, Sneaker und T-Shirts. Wenn ich mich mit meiner Schwester oder anderen Freundinnen vergleiche sind da allerdings keine Unterschiede. Sie tragen oft ähnliches.
Anatomisch betrachtet wäre es ohnehin sinnvoller wenn Männer Kleider&Röcke tragen würden, oder nicht? Bestes beispiel sind die Schotten – ein Kilt wirkt dort sogar auf einige anziehend wie auf andere vielleicht Uniformen. Von daher ist dieses kategorisieren einfach Schwachsinn. Man kann einen Mensch nicht so plump eingruppieren in seinem sein.
Andere versuchen das anhand vom aussehen zu Kategorisieren, z.b. Gesichtszüge. Klar gibt es hier Dinge die eher weiblich und eher männlich angesehen werden – aber das trifft eben auch nicht auf alle zu. Genauso wie die Thematik mit der Stimme. In der Regel sind die Stimmen von Frauen höher und breiter im Klangspektrum, jedoch gibt es auch hier genug Frauen die nicht in dieses ‘Schema’ passen.
Der große Witz an der ganze Sache ist am Ende der, dass man trotzdem in diese Kategorien passen will. Wir wollen keine Labels und verpassen uns am Ende selbst doch welche, ich meine wie bescheuert ist das? Nur um die Bestätigung zu bekommen, dass man als das wahrgenommen wird, was man ist.
Das ganze Konstrukt ist aber am Ende nichts anderes als was erschaffenes von der Gesellschaft.